EmpCo-Check

Die praktische EmpCo-Checkliste von EmpCo.info. Lassen Sie Ihr Unternehmen jetzt kostenlos und direkt auf die EmpCo-Richtlinie überprüfen: jetzt sofort mit unserem Online-EmpCo-Check. Nach dem Erst-Check beraten wir Sie gerne persönlich.

Die EmpCo-Richtlinie („Empowering Consumers for the Green Transition“) soll Greenwashing verhindern. Unternehmen können künftig abgemahnt werden, wenn sie Verbraucher mit unbelegten oder irreführenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen täuschen. In Deutschland wird das über das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) umgesetzt.

Typische Abmahngründe sind:

  • Allgemeine Umweltbegriffe ohne Nachweis
    z. B. „umweltfreundlich“, „nachhaltig“, „grün“, „klimaneutral“, „CO₂-neutral“, „energieeffizient“. Solche Aussagen müssen künftig belegbar, transparent und überprüfbar sein.
  • Klimaneutralitäts-Claims nur über Kompensation
    Problematisch wird Werbung, die sich allein auf CO₂-Zertifikate oder Offsetting stützt, ohne echte Emissionsreduktionen nachzuweisen.
  • Eigene oder intransparente Nachhaltigkeitssiegel
    Nicht anerkannte oder selbst erfundene „Eco“-Labels können unzulässig sein. Zertifizierungen müssen nachvollziehbar und unabhängig sein.
  • Vage Zukunftsversprechen
    Aussagen wie „bis 2030 klimaneutral“ oder „wir werden nachhaltig“ brauchen konkrete, überprüfbare Maßnahmen und Ziele.
  • Werbung mit Selbstverständlichkeiten
    Wenn gesetzlich ohnehin vorgeschriebene Standards als besondere Nachhaltigkeitsleistung verkauft werden.

Womit kann konkret abgemahnt werden?
Unternehmen riskieren:

  • wettbewerbsrechtliche Abmahnungen nach dem UWG,
  • Unterlassungsklagen,
  • Bußgelder,
  • Schadensersatzforderungen,
  • Reputationsschäden.

Abmahnen können insbesondere:

  • Wettbewerber,
  • Verbraucherverbände,
  • Umweltorganisationen wie Deutsche Umwelthilfe,
  • qualifizierte Wirtschaftsverbände.

Bereits heute laufen Verfahren gegen Unternehmen wegen Claims wie „klimaneutral“ oder „umweltneutral“.

Besonders relevant:
Die Regeln gelten vor allem für B2C-Kommunikation – also Werbung gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern auf:

  • Websites,
  • Verpackungen,
  • Social Media,
  • Produktbeschreibungen,
  • Broschüren,
  • Anzeigen,
  • ESG-/Nachhaltigkeitskommunikation mit werblichem Charakter.

Die neuen Vorgaben müssen ab dem 27. September 2026 angewendet werden.

Jede Nachhaltigkeitsaussage braucht eine Belegstruktur

Das ist DER wichtigste Punkt.

EmpCo verlangt:

  • überprüfbar,
  • nachvollziehbar,
  • wissenschaftlich belegbar.

Sie sollten deshalb intern ein „Claim Evidence System“ aufbauen.

Praktisch bedeutet das:

Für jede Aussage:

ClaimNachweisQuelleVerantwortlichAktualisiert
„plastikfrei“MaterialanalyseLieferantenzertifikatRedaktion03/2026
„CO₂-reduziert“LCA / CO₂-Bilanzexterne PrüfungKunde01/2026

Ohne Nachweis → Claim nicht veröffentlichen.

EMP​CO QUICK CHECK

Wie gut ist Ihre Kommunikation auf die EmpCo-Richtlinie vorbereitet?

Prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihre Website, Produkte und Nachhaltigkeitskommunikation potenzielle Risiken durch Greenwashing oder unklare Umweltclaims enthalten.

1. Unternehmen & Website
Zunächst möchten wir verstehen, welche Art von Kommunikation Sie überprüfen möchten.
Die URL wird im ersten Schritt nur für Ihre persönliche Auswertung verwendet.
2. Umwelt- & Nachhaltigkeitsclaims
Wie häufig verwendet Ihr Unternehmen Aussagen über Umwelt, Nachhaltigkeit oder Klimawirkung?
3. Nachweise & Belege
Entscheidend ist nicht nur, was Sie behaupten – sondern ob Verbraucher die Aussage nachvollziehen können.
4. Siegel, Zertifikate & Labels
Prüfen Sie, wie Nachhaltigkeitssiegel und Zertifizierungen auf Ihrer Website eingesetzt werden.
5. Klima & CO₂
Klimabezogene Aussagen gehören zu den besonders sensiblen Bereichen der Nachhaltigkeitskommunikation.
IHR EMP​CO QUICK CHECK

Ihre erste Risiko-Einschätzung

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Umweltclaims
Nachweise
Labels & Siegel

Auffällige Bereiche

Möchten Sie genauer wissen, wo Ihre Website Risiken aufweist?

Der Quick Check ersetzt keine rechtliche Prüfung. Er zeigt Ihnen jedoch, an welchen Stellen eine detaillierte EmpCo-Prüfung sinnvoll sein kann.

Der EmpCo Quick Check ist eine automatisierte Ersteinschätzung und keine Rechtsberatung oder rechtliche Compliance-Garantie. Die tatsächliche Bewertung hängt insbesondere von den konkreten Aussagen, Nachweisen, Produkten, Darstellungen und dem jeweiligen nationalen Umsetzungsrecht ab.

Nehmen Sie jetzt mit uns Kontakt auf:

    Was sollte ein EmpCo-Check können?

    Ein EmpCo‑Check muss systematisch, rechts- und methodensicher alle Nachhaltigkeits‑ und Umweltaussagen erfassen, auf Nachweislücken prüfen und konkrete, prüfbare Korrektur‑ und Dokumentationsmaßnahmen liefern — Unternehmen müssen ihre Claims jetzt klar definieren, belegen und fortlaufend prüfen.
    Was ein professioneller EmpCo‑Check prüfen sollte
    Vollständige Claim‑Inventur: Erfassung aller Umwelt‑ und Sozial‑Aussagen über alle Kanäle (Webshop, Verpackung, Social Media, PR, Produktdatenblätter).
    Rechtsklassifikation: Einstufung jedes Claims nach EmpCo/UWG‑Kriterien (verboten, nachweispflichtig, unbedenklich) und Risikobewertung.
    Systemgrenzen & Bezugspunkt: Prüfung, ob Claim klar angibt, worauf er sich bezieht (Produkt, Prozess, Anteil, Lebenszyklusphase) und welche Referenz benutzt wird.
    Nachweisprüfung: Validierung der zugrundeliegenden Belege (LCA, CO₂‑Bilanz nach ISO/GHG‑Standards, Prüfberichte, Zertifikate) und Identifikation von Datenlücken.
    Siegel‑/Label‑Audit: Überprüfung, ob verwendete Labels anerkannt, transparent und unabhängig geprüft sind; Ersetzen oder Entfernen intransparenten Eigen‑Siegeln.
    Kompensations‑ & Net‑Zero‑Audit: Kontrolle, ob Klimaneutralitätsbehauptungen nicht allein auf Kompensation beruhen und ob Reduktionspfade dokumentiert sind.
    Zukunftsversprechen‑Validierung: Nachvollziehbarkeit von Plänen (Ziele, Zeitlinien, Budget, Meilensteine) und Präsenz externer Verifikation.
    Formulierungsberatung: Konkrete Neutextung von Claims, die präzise, messbar und EmpCo‑konform sind.
    Prozess‑ und Governance‑Check: Implementierung von Freigabeprozessen, Verantwortlichkeiten, Trainings und Monitoring‑Routinen.
    Dokumentationspaket: Erstellung prüffähiger Dokumentation für jeden Claim (Methodik, Daten, Prüfbericht, Verantwortlicher).
    Monitoring & Re‑Audit: Plan für regelmäßige Nachprüfungen, Aktualisierung der Nachweise und Reaktion auf Rechts‑/Marktentwicklungen.
    Welche Nachweise und Methoden akzeptabel sein sollten
    Lebenszyklusanalysen (LCA) nach anerkannten Standards, CO₂‑Bilanzen nach ISO 14064/14067 oder GHG Protocol für klimabezogene Claims.
    Unabhängige Prüfberichte, Zertifikate von anerkannten Stellen (z. B. EU‑Ecolabel, ISO 14024‑Zertifikate) für Produkt‑ oder Unternehmenslabels.
    Transparente Methodendokumentation: klare Systemgrenzen, Datengrundlage, Annahmen und Vergleichsreferenzen.
    Externe Verifikation für Zukunftszusagen: auditierbare Zwischenziele und Reportingintervalle.
    Was Unternehmen jetzt in ihrer Nachhaltigkeitskommunikation beachten müssen
    Keine vagen Pauschalaussagen mehr: Begriffe wie «nachhaltig», «umweltfreundlich», «klimaneutral» nur mit eindeutiger Bezugnahme und Belegen verwenden.
    Präzision: Claims müssen Bezugspunkt, Zeitraum, Systemgrenze und Messmethode enthalten oder darauf verlinken.
    Kompensation nicht als alleiniger Beleg: Vermeiden Sie Aussagen, die Neutralität suggerieren, wenn Emissionsreduktion nicht nachweisbar ist.
    Siegel nur mit Drittpüfung: Eigene oder intransparente Labels entfernen oder durch anerkannte Zertifikate ersetzen.
    Unternehmensübergreifende Prozesse: Marketing, Produktmanagement, Recht und Nachhaltigkeit müssen Claims vor Veröffentlichung freigeben.
    Dokumentation & Transparenz: Legen Sie Nachweise offen (oder verlinken Sie auf nachvollziehbare Prüfberichte), damit Verbraucher und Behörden Claims prüfen können.
    Schulung & Monitoring: Schulen Sie Mitarbeitende und etablieren Sie ein kontinuierliches Monitoring zur Vermeidung von Folgefehlern.
    Praktisches Minimum für einen schnellen EmpCo‑Schnellcheck (MVP)
    Top‑10 Claims erfassen und klassifizieren (Risiko/Handlungsbedarf).
    Für die 3‑5 risikoreichsten Claims: Kurzprüfung der Nachweise (LCA/CO₂‑Daten, Label‑Audit, Plan‑Validität).
    Sofortmaßnahmen: Drei Formulierungsvorschläge pro riskantem Claim (konform, abgeschwächt, zu entfernen).
    Kurzbericht mit Prioritätenliste und Zeitplan für Voll‑Audit.
    Ein kurzes Beispiel (konkrete Formulierungsempfehlung)
    Statt «klimaneutral» (ohne Kontext) → «Reduktion der Produkt‑CO₂‑Emissionen um 30% gegenüber 2022‑Referenz; verbleibende Emissionen werden durch zertifizierte Projekte kompensiert; Methodik: ISO 14067; Verifikationsbericht 2025 verfügbar.»
    Nächste Schritte für Unternehmen
    Starten Sie mit einem Top‑10 Claim‑Scan; schließen Sie Nachweislücken für prioritäre Claims; implementieren Sie Freigabeprozesse und planen Sie externe Verifikationen.
    Wenn Sie möchten, erstelle ich eine konkrete Checkliste im Excel‑Format (Claim, Kanal, Risiko, Nachweisstatus, Handlungsempfehlung) oder ein kurzes Audit‑Template für Ihren internen Gebrauch — welche Datei bevorzugen Sie?

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