Die praktische EmpCo-Checkliste von EmpCo.info. Lassen Sie Ihr Unternehmen jetzt kostenlos und direkt auf die EmpCo-Richtlinie überprüfen: jetzt sofort mit unserem Online-EmpCo-Check. Nach dem Erst-Check beraten wir Sie gerne persönlich.
EmpCo Quick Check – Sind Ihre Umwelt-Claims rechtssicher?
Prüfen Sie in wenigen Minuten, wie gut Ihre Nachhaltigkeits- und Umweltkommunikation auf die Anforderungen der EU-Empowering Consumers Directive (EmpCo) vorbereitet ist.
Hinweis: Dieser Check ersetzt keine Rechtsberatung, sondern gibt eine erste indikative Einschätzung.
1. Art Ihrer Umwelt-Claims
2. Nachweise & Dokumentation
3. Kommunikation & Transparenz
4. Risikoindikatoren (Red Flags)
Ergebnis (manuell oder später automatisierbar)
0–3 Häkchen: 🟢 Geringer Prüfbedarf
4–7 Häkchen: 🟡 Erkennbarer Prüfbedarf
8+ Häkchen: 🔴 Deutlich erhöhter Prüfbedarf
Interpretation:
Je mehr pauschale oder unzureichend belegte Aussagen Sie verwenden, desto höher ist das Risiko unter der EmpCo-Richtlinie (EU 2024/825).
Typische EmpCo-Risiken
- Allgemeine Umweltbegriffe ohne Nachweis
- Klimaneutral-Claims ohne Transparenz über Kompensation vs. Reduktion
- Irreführende oder nicht zertifizierte Nachhaltigkeitssiegel
- Fehlende interne Freigabe- und Prüfprozesse
Die EmpCo-Richtlinie gilt ab 27. September 2026 in der gesamten EU und wird in Deutschland über das UWG umgesetzt.
Nehmen Sie jetzt mit uns Kontakt auf:
Was sollte ein EmpCo-Check können?
Ein EmpCo‑Check muss systematisch, rechts- und methodensicher alle Nachhaltigkeits‑ und Umweltaussagen erfassen, auf Nachweislücken prüfen und konkrete, prüfbare Korrektur‑ und Dokumentationsmaßnahmen liefern — Unternehmen müssen ihre Claims jetzt klar definieren, belegen und fortlaufend prüfen.
Was ein professioneller EmpCo‑Check prüfen sollte
Vollständige Claim‑Inventur: Erfassung aller Umwelt‑ und Sozial‑Aussagen über alle Kanäle (Webshop, Verpackung, Social Media, PR, Produktdatenblätter).
Rechtsklassifikation: Einstufung jedes Claims nach EmpCo/UWG‑Kriterien (verboten, nachweispflichtig, unbedenklich) und Risikobewertung.
Systemgrenzen & Bezugspunkt: Prüfung, ob Claim klar angibt, worauf er sich bezieht (Produkt, Prozess, Anteil, Lebenszyklusphase) und welche Referenz benutzt wird.
Nachweisprüfung: Validierung der zugrundeliegenden Belege (LCA, CO₂‑Bilanz nach ISO/GHG‑Standards, Prüfberichte, Zertifikate) und Identifikation von Datenlücken.
Siegel‑/Label‑Audit: Überprüfung, ob verwendete Labels anerkannt, transparent und unabhängig geprüft sind; Ersetzen oder Entfernen intransparenten Eigen‑Siegeln.
Kompensations‑ & Net‑Zero‑Audit: Kontrolle, ob Klimaneutralitätsbehauptungen nicht allein auf Kompensation beruhen und ob Reduktionspfade dokumentiert sind.
Zukunftsversprechen‑Validierung: Nachvollziehbarkeit von Plänen (Ziele, Zeitlinien, Budget, Meilensteine) und Präsenz externer Verifikation.
Formulierungsberatung: Konkrete Neutextung von Claims, die präzise, messbar und EmpCo‑konform sind.
Prozess‑ und Governance‑Check: Implementierung von Freigabeprozessen, Verantwortlichkeiten, Trainings und Monitoring‑Routinen.
Dokumentationspaket: Erstellung prüffähiger Dokumentation für jeden Claim (Methodik, Daten, Prüfbericht, Verantwortlicher).
Monitoring & Re‑Audit: Plan für regelmäßige Nachprüfungen, Aktualisierung der Nachweise und Reaktion auf Rechts‑/Marktentwicklungen.
Welche Nachweise und Methoden akzeptabel sein sollten
Lebenszyklusanalysen (LCA) nach anerkannten Standards, CO₂‑Bilanzen nach ISO 14064/14067 oder GHG Protocol für klimabezogene Claims.
Unabhängige Prüfberichte, Zertifikate von anerkannten Stellen (z. B. EU‑Ecolabel, ISO 14024‑Zertifikate) für Produkt‑ oder Unternehmenslabels.
Transparente Methodendokumentation: klare Systemgrenzen, Datengrundlage, Annahmen und Vergleichsreferenzen.
Externe Verifikation für Zukunftszusagen: auditierbare Zwischenziele und Reportingintervalle.
Was Unternehmen jetzt in ihrer Nachhaltigkeitskommunikation beachten müssen
Keine vagen Pauschalaussagen mehr: Begriffe wie «nachhaltig», «umweltfreundlich», «klimaneutral» nur mit eindeutiger Bezugnahme und Belegen verwenden.
Präzision: Claims müssen Bezugspunkt, Zeitraum, Systemgrenze und Messmethode enthalten oder darauf verlinken.
Kompensation nicht als alleiniger Beleg: Vermeiden Sie Aussagen, die Neutralität suggerieren, wenn Emissionsreduktion nicht nachweisbar ist.
Siegel nur mit Drittpüfung: Eigene oder intransparente Labels entfernen oder durch anerkannte Zertifikate ersetzen.
Unternehmensübergreifende Prozesse: Marketing, Produktmanagement, Recht und Nachhaltigkeit müssen Claims vor Veröffentlichung freigeben.
Dokumentation & Transparenz: Legen Sie Nachweise offen (oder verlinken Sie auf nachvollziehbare Prüfberichte), damit Verbraucher und Behörden Claims prüfen können.
Schulung & Monitoring: Schulen Sie Mitarbeitende und etablieren Sie ein kontinuierliches Monitoring zur Vermeidung von Folgefehlern.
Praktisches Minimum für einen schnellen EmpCo‑Schnellcheck (MVP)
Top‑10 Claims erfassen und klassifizieren (Risiko/Handlungsbedarf).
Für die 3‑5 risikoreichsten Claims: Kurzprüfung der Nachweise (LCA/CO₂‑Daten, Label‑Audit, Plan‑Validität).
Sofortmaßnahmen: Drei Formulierungsvorschläge pro riskantem Claim (konform, abgeschwächt, zu entfernen).
Kurzbericht mit Prioritätenliste und Zeitplan für Voll‑Audit.
Ein kurzes Beispiel (konkrete Formulierungsempfehlung)
Statt «klimaneutral» (ohne Kontext) → «Reduktion der Produkt‑CO₂‑Emissionen um 30% gegenüber 2022‑Referenz; verbleibende Emissionen werden durch zertifizierte Projekte kompensiert; Methodik: ISO 14067; Verifikationsbericht 2025 verfügbar.»
Nächste Schritte für Unternehmen
Starten Sie mit einem Top‑10 Claim‑Scan; schließen Sie Nachweislücken für prioritäre Claims; implementieren Sie Freigabeprozesse und planen Sie externe Verifikationen.
Wenn Sie möchten, erstelle ich eine konkrete Checkliste im Excel‑Format (Claim, Kanal, Risiko, Nachweisstatus, Handlungsempfehlung) oder ein kurzes Audit‑Template für Ihren internen Gebrauch — welche Datei bevorzugen Sie?